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Christoph
Hein: Willenbrock. Traducción de Daniel Najmías.
-Por el amor de Dios, Krylov -dijo en voz alta. - Susanne todavía no había vuelto a casa. Willenbrock. se sentó en su estudio a observar mejor el revólver. Lo cogió con cuidado, abrió el tambor vacío y lo cerró. Apuntó a las fotos que colgaban en la pared, en concreto a una en la que se le veía subiendo a una avioneta; afinó la puntería, como si en realidad se dispusiera a disparar, pero se esforzó por que no le temblara el pulso y no tocar el gatillo. Después saco los cartuchos de la caja de cartón, llenó el tambor, volvió a sacarlos, comprobó varias veces que el tambor quedaba totalmente vacío. Recordó entonces la carta del fiscal, la sacó y volvió a leerla. Después cogió el revólver y apuntó al membrete. Apretó el gatillo, se oyó un ruido seco y metálico; tras mucho apuntar apretó una segunda vez, y una tercera, imitando con la boca el ruido de los disparos. El juego lo relajó. Volvió a guardar el revólver y las municiones en el maletín. Seguía sacudiendo la cabeza, como sorprendido por esa faceta desconocida de su personalidad que de pronto afloraba a la superficie. Christoph
Hein: Willenbrock. Roman. »Um Himmels willen, Krylow«, sagte er laut. Der Revolver lag auf dem kleinen Stapel von Pornozeitungen, die er gelegentlich seinen Kunden schenkte, der Lauf war silbrig, unter dem Sicherungshebel war ein Signet eingeprägt. Er griff in das Fach und nahm ihn in die Hand, ohne ihn herauszuholen. Die Waffe fasste sich kühl und angenehm an. Er dachte daran, dass er vor Jahrzehnten den Dienst in der Armee verweigert und sich zu den Bausoldaten hatte einziehen lassen, um nie eine Waffe anfassen zu müssen, und nun war er unverhofft Besitzer eines Revolvers geworden, einer tödlichen Schusswaffe, kreuzgefährlich und mörderisch, dessen Besitz bereits strafbar war. Er war verwirrt und fühlte sich bedrückt. Er war sich albern vorgekommen, als er die Signalpistole gekauft hatte, und nun hielt er einen scharfen Revolver in der Hand, den er verbergen musste, den nie einer sehen durfte und schon gar nicht anfassen, einen Revolver, der gewiss einen wirksamen Schutz darstellte, zugleich aber auch eine beständige Gefahr. Willenbrock wusste nicht, was er mit der Waffe anfangen, wo er sie aufbewahren sollte. Es wäre grotesk, sie beständig bei sichzu tragen, aber sie andrerseits daheim oder im Büro zu verstecken, wäre fahrlässig, zu leicht könnte sie dort jemand entdecken. Er fürchtete nicht die möglichen juristischen Konsequenzen des illegalen Besitzes, ihn schreckten die unausdenkbaren Folgen, falls irgendjemand, vielleicht gar ein Kind oder ein Jugendlicher, diesen Apparat aufstöberte und vielleicht damit spielte. Er hätte diese mörderische Waffe nie anfassen, er hätte sie Krylow zurückgeben sollen. Er hätte das Geld zurückfordern und ihm sagen sollen, dass er fü diesen teuflischen Apparat keine Verwendung habe. Der Russe hätte ihn ausgelacht und ein paar allgemeine Bemerkungen über die Deutschen und ein paar spezielle über seinen deutschen Freund gemacht, aber Willenbrock wäre erleichtert. Er entschloss sich, den Revolver bis zum nächsten Besuch Krylows gut zu verwahren und ihn dann auf jeden Fall zurückzugeben. Er war nicht der Mann für so ein Eisen, er hatte daran keinen Spaß und er hatte dafür nicht die Nerven. Er wollte nicht, dass man ihm ein Eigentum aufnötigte, das er nicht haben wollte. Willenbrock schob die Schublade so heftig zu, dass der Revolver vernehmlich gegen das Holz knallte. Er erschrak, er hoffte, die Waffe sei nicht geladen. Ihm fehlte die Erfahrung, damit umzugehen und sie zu überprüfen. Am Abend steckte er den Revolver in die Aktentasche, in der er täglich jene Papiere und Schlüssel transportierte, die er nicht unbeaufsichtigt im Büro liegen lassen wollte.
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